Moorpackung

Was sind Moore? Hochmoore speisen sich aus Oberflächenwasser, wie etwa Regen- oder Hangwasser und können also nur dort entstehen, wo der Niederschlag von oben größer ist als die Verdunstung. Reine von Regenwasser genährte Hochmoore, wie z.B. das Weidmoos im Bayerischen Naturschutzgebiet Osterseen, können aus ganz verschiedenartigen Niedermooren hervorgegangen sein und sind ein vorläufiges Endstadium einer mitunter jahrtausendelangen Entwicklung. Auf Grund ihrer nährstoffarmen Wasserzufuhr von außen überleben hier auf Dauer nur wenige Pflanzen.
Im Bayerischen Voralpenland und im Salzburger Land findet man eine angehäufte Zahl von Hochmooren. Die Koller Filzen in Bad Aibling ist eines der größten Hochmoorgebiete Deutschlands. Damit Hochmoore entstehen können, müssen Torf- und Bleichmoose, die Sphagnen vorhanden sein. Sie waren auf Grund ihrer Beschaffenheit in jüngster Zeit Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen. In den Sphagnen vermutet man wertvolle Wirkstoffe von therapeutischer Bedeutung.
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Thermische Wirkung Wärmezufuhr und Wärmeentzug haben sich in der Therapie, unterschiedlichster Erkrankungen der Gelenke, Wirbel und inneren Organe bewährt. Moorzubereitungen speichern Wärme langfristig und geben sie kontinuierlich ab. Dadurch werden behandelte Bereiche besser durchblutet. Zum Vergleich: mit einem Moorbad wird dem Körper die siebenfache Menge Wärme gegenüber einem Wasserbad mit gleicher Ausgangstemperatur zugeführt. Beim Moorbad erreicht diese Wärme auch tiefer gelegene Organregionen. Der Stoffwechsel der Haut und tiefer gelegener Organe und Hormondrüsen wird bei einer Warmanwendung angekurbelt. Die Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt.
Fremdstoffe und Gifte werden ausgeschieden, der Körper entschlackt. Reflektorisch kommt es zu einer ausgleichenden Wirkung auf das Zusammenspiel der Hormondrüsen (Hypophyse - Nebennieren - Gonaden). Unterstützt wird diese Wirkung dadurch, dass hormonartig wirkende Inhaltsstoffe des Moors über die Haut aufgenommen werden können. Wiederholte Bäder wirken daher langfristig normalisierend auf den Hormonhaushalt. Wärmeanwendungen in Form von Bädern, Wickeln, Kompressen oder Moortampons werden in der Regel bei chronischen Prozessen eingesetzt. Im Falle akuter Entzündungen sind schmerzlindernde, abschwellende und entzündungshemmende Kälteanwendungen besser geeignet.
Die Kälteanwendung mit Moor ist eine erst seit wenigen Jahren bekannte Therapieform.
Auf Grund der besonderen Therapieeigenschaften des Moores kann mit Moorpackungen (im Unterschied zur Eispackung oder chemischen Kompressen) eine besonders gleichmäßige Senkung der Hauttemperatur erreicht werden.
Biochemische Wirkungen Moor wirkt auch direkt auf körpereigene Vorgänge ein. Beispielsweise ist es nachgewiesen, dass einige seiner Bestandteile über die Haut aufgenommen werden und so in die Blutbahn gelangen, über die sie im gesamten Organismus ihre Wirkung entfalten können.
Beispiele für bereits erwiesene biochemische Wirkungsweisen:
- Glättende und straffende Wirkung auf die Haut
- Antibakterielle Wirkung
- Anregung der Östrogenproduktion
- Immunmodulatorische Wirkung (Steigerung der Abwehrkräfte)
- Strahlenschutzwirkung
- Entgiftungswirkung im Magen-Darmtrakt
Physikalische Wirkung
Moorbäder entlasten den Stütz- und Bewegungsapparat und wirken sich bei verschieden Beschwerden des Bewegungsapparates positiv aus. Es wird die Herzleistung gesteigert. Die Tätigkeit der Nieren und somit die Ausscheidung von Flüssigkeit und Schlacken wird angeregt. Ein Moorbad unterstützt die Ausscheidung körperfremder, giftiger Stoffe. Bademoore können diese Stoffe binden und verhindern so ihre erneute Aufnahme durch den Körper.